Aktuelle Theaterproduktion

Das Gedächtnis des Wassers

Autorin: Shelagh Stephenson
Regie: Stefan Camenzind

Aufführungsdaten    
  Première 05. Mai.2012 - 20 Uhr (Sa)
  09. Mai 2012 - 20 Uhr (Mi) 11. Mai 2012 - 20 Uhr (Fr)
12. Mai 2012 - 20 Uhr (Sa) 13. Mai 2012 - 17 Uhr (So)
15. Mai 2012 - 20 Uhr (Di) 16. Mai 2012 - 20 Uhr (Mi)
20. Mai 2012 - 17 Uhr (So) 21. Mai 2012 - 20 Uhr (Mo)
  24. Mai 2012 - 20 Uhr (Do) 25. Mai 2012 - 20 Uhr (Fr)
Dernière 26. Mai 2012 - 20 Uhr (Sa)
 
Auf der Bühne Ruth Bruhnsen
  Pia Irányi
Denise Pezzatti
Brigitta Ordelmann
Thomas Koch
Paul Mächler
   
Hinter der Bühne  
   
Regieassistenz Brigitte Affentranger
Bühnenbau Franziska Buri, Hubert Baumgartner
Technik Nicolas Roos
Kostüme Sarah Grangier
   

Inhalt

Im Zimmer der soeben verstorbenen Mutter versucht Mary versäumten Schlaf nachzuholen.Nacheinander treffen ihre Schwestern Teresa und Catherine ein. Während Teresa in einer etablierten, aber öden Ehe lebt, wartet Catherine verzweifelt auf den Anruf ihres neuesten Liebhabers. Die Ärztin Mary hingegen - als zentrale Figur des Trios und des Stückes – kämpft um einen verheirateten Mann.

Teresas Mann Frank, mit seinem Leben unzufrieden, Inhaber eines Bioladens, sowie Mike, der Kollege und Geliebte Marys, kommen hinzu.

Gemeinsam versucht man, die umfangreiche Garderobe der Toten zu ordnen. Der Hickhack der Frauen untereinander, die Erinnerung an die gemeinsame Kindheit und an die eindrucksvolle Person ihrer Mutter schaffen eine hysterische Stimmungslage: Die Frauen steigern sich hinein in eine grotesk-karnevalistische Modenschau und in der Vorbereitung auf die Beerdigung der Mutter platzen immer mehr alte Wunden auf, werden unbearbeitete Konflikte deutlich, spült sich das "Gedächtnis des Wassers" an die Oberfläche.

Spannend, oft makaber, witzig nach englischer Art und immer auch rührend. Mit viel bissigem Humor und Sarkasmus.

Shelagh Stephenson, Autorin

Die britische Autorin stammt aus Northumberland. In Manchester studierte sie Drama und arbeitete im Anschluss als Schauspielerin, allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Als sie sich dann dem Schreiben zuwandte, schrieb sie zunächst Hörspiele für BBC Radio 4.

Eines der fürs Radio verfassten Stücke (Five Kinds of Silence) gewann 1996 den Writers' Guild Award for Best Original Radio Play.

Im Juli 1996 feierte Shelagh Stephenson mit der Uraufführung von „The Memory of Water“ (Gedächtnis des Wassers) am Hampstead Theatre in London ihren ersten Triumph auf dem Theater. Das Stück gewann 2000 den Olivier Award for Best Comedy.

Stefan Camenzind, Regie

Geboren 1977, ist in Rickenbach/SZ aufgewachsen und lebt heute als freischaffender Regisseur und Schauspieler in Zürich.

Nach dem Abschluss des Lehrerseminars in Rickenbach studierte er bis im Sommer 2003 an der Theaterhochschule Zürich. Seine doppelte Begabung als Theaterschaffender und Musiker vertiefte er in verschiedenen Weiterbildungen im Bereich Musiktheater in Berlin.

Auf der Bühne spielte Camenzind in freien Produktionen wie «Love Office» und „Jeanmaire“ am Vorstadt-Theater Frauenfeld; «Eingekesselt» von Annette Windlin im MythenForum Schwyz, «Täll» von Paul Schoeck im Tellsommer 2004 in Brunnen „Bernina65“ in Poschiavo oder «Der weisse Dampfer» und „Schellen Ursli“, auf verschiedenen Theaterbühnen in der ganzen Deutschschweiz. Von 1999 - 2007 war Camenzind Mitglied des Musik-Kabaretts «Bernerhof-Quartett» und ab 2006 Mitglied von „Klangasyl“.

Als Regisseur inszenierte er unter anderem für Respect Village an der Expo.02 in Yverdon und die Freilichtspiele «D'Gotthardposcht» in Andermatt und „D’Gotthardbahn“ in Göschenen, sowie die «Dreigroschenoper» im Theater der Kantonsschule Kollegium Schwyz.

Besondere Bekanntheit erwarb sich Stefan Camenzind mit der Inszenierung des Freilichtspiels «Das dritte Gleis» in Winterthur. Dieses Jahr inszenierte Camenzind für das Landschaftstheater Ballenberg, die Freilichtspiele Illnau und am TheaterJetzt in Sirnach.

Zusammen mit dem Komponisten Rafael Baier lässt Stefan Camenzind seine Musikalität immer wieder auf kreative Weise in sein Theaterschaffen einfliessen.

Einige seiner bisherigen Arbeiten, insbesondere «echo - eine musiktheatrale Komposition auf dem Vierwaldstättersee» und «Der weisse Dampfer», ein Solo für Schauspieler und Cello nach Tschingis Aitmatov, überzeugen durch innovative Begegnung von Schauspiel und Musik, von Wort und Klang. Stefan Camenzind wurde 2006 mit dem Schwyzer Kulturförderpreis ausgezeichnet.

http://www.stefancamenzind.ch